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Tierarztpraxis Heidi Kloss - Zahnreinigung

Informationen zur Zahnbehandlung beim Hund

Bei Ihrem Hund sind Erkrankungen der Zähne, des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Kieferknochen) festgestellt worden.

Erkrankungen des Gebisses entstehen schleichend – leider häufig schon im 2. Lebensjahr eines Hundes.

Die Veränderungen sind zunächst: Bildung von Zahnbelägen (Plaque), daraus entwickelt sich erst weicher, dann harter Zahnstein (Einlagerung von Calcium, Futterresten, Bakterien, Zellen). Der Zahnstein „wächst“ im Laufe der Zeit und kann sich dann zwischen Zahn und Zahnfleisch schieben und somit den empfindlichen Wurzelbereich angreifen. Es kommt zu Entzündungen Der Kieferknochen wird als nächstes befallen: Knochensubstanz wird abgebaut, wir haben das Geschehen einer Parodontose / Parodontitis, die Zahnwurzel verliert an Halt, die Entzündung greift über auf weitere Bereiche.

Tückischweise lässt sich der Hund nicht viel anmerken: Schmerzen entstehen, kommen aber meist schubweise, er frisst weiterhin. Manchmal fällt ein sehr unangenehmer fauliger bis stechender Geruch aus dem Fang auf: das ist immer ein Zeichen von bakterieller Zersetzung. Eventuell ändert sich das Spielverhalten, manchmal tritt zäher blutiger Speichel auf. Häufig sind die hintersten Backenzähne am stärksten befallen mit Wurzellockerung und Ausbildung tiefer Parodontaltaschen – leider sind diese Zähne nur bei gezielter Untersuchung mit Anhebung der Lefzen und Zurückziehen der Mundwinkel zu sehen.

Die Entzündungen und Veränderungen der Mundschleimhäute und des Zahnhalteapparates sind sehr ernst zunehmende Erkrankungen, die das Immunsystem schwächen und die Lebensqualität Ihres Hundes oft ganz erheblich einschränken.

Bei der heutigen Untersuchung konnten wir bei Ihrem Hund Veränderungen/ Entzündungen an:

 

  • Zähnen
  • Zahnfleisch
  • Zahnhalteapparat
  • Mundschleimhaut feststellen.


Soweit es beim nicht sedierten Tier möglich ist, wurde eine eingehende Untersuchung durchgeführt, um alle erkrankten Zähne zu erkennen.

Aber: Erfahrungsgemäß sind nicht alle erkrankten Zähne am wachen Tier auszumachen.

Meistens wird das erst in der Narkose möglich, da das Sondieren der tiefen Zahnfleischtaschen sehr schmerzhaft ist und nicht toleriert wird.

Ein Kostenvoranschlag für die Behandlung ist deshalb schwierig zu erstellen, da erst in der Narkose das gesamte Ausmaß sichtbar wird,. Manchmal muss eine Röntgenaufnahme angefertigt werden, um Schäden sicher dazustellen. Nicht immer ist eine tiefe Parodontitis mit massivem Knochenabbau auf den ersten „Nur-Blick“ bei der Untersuchung zu erkennen.

Es ist keine Seltenheit, dass von den 42 Zähnen Ihre Hundes 16 Zähne schwer erkrankt sind – das hört sich erst mal unglaublich an, aber: häufig sind alle hinteren Zähne des Backenzahnbereiches erkrankt – jede Oberkiefer-Backenzahnreihe besitzt 6 Backenzähne – jede Unterkiefer-Backenzahnreihe 7 Zähne – das sind 26 potentiell erkrankte Zähne...

Eine Behandlung mit Zahnreinigung, Sanierung des Zahnfleisches mit Abtragen von entzündlichen Zahnfleischwucherungen, Extraktion von erkrankten, gelockerten Zähnen ist unumgänglich für Gesundheit und Wohlbefinden Ihres Schützlings.

Zur Narkose: Nach Einleitung über eine kurz wirksame Sedierung per Injektion wird Ihr Hund intubiert und atmet dann Sauerstoff und Narkosemittel ein. So ist die Narkose am besten steuerbar. Das Monitoring beinhaltet die Überwachung von Herzfrequenz/EKG, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz, Körpertemperatur. Ihr Hund wird gewärmt und erhält Infusionslösung, ebenfalls angewärmt. Selbstverständlich werden gleich zu Beginn Schmerzmittel und Antibiotikum verabreicht.

In der Behandlung wird das Gebiss gründlich von Zahnstein gereinigt, das Zahnfleisch saniert, erkrankte Zähne extrahiert, tiefe Wunden ausgepolstert und das Zahnfleisch in jedem Fall mit selbstauflösenden Fäden vernäht. Die gesunden Zähne werden poliert und fluoriert.

Danach soll weiter Schmerzmittel gegeben werden für etwa 1 Woche, Antibiose je nach Infektionszustand bis zu 3 Wochen.

Ihr Hund wird es Ihnen danken und sich nach Abheilung der Entzündungen viel wohler fühlen!

Und wenn Sie danach die Zähne pflegen, ist das die beste Prophylaxe vor weiteren schnellen Schäden!

Sprechzeiten

Montag - Freitag:
07:30 - 12:30 Uhr & 14:30 - 19:00 Uhr
Mittwochnachmittag geschlossen



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